Training und Probehandeln

Probehandeln und Feedbackgespräche

Meister werden nicht geboren. Meister werden braucht Zeit und viel praktisches Üben. Training bietet daher eine Mischung aus theoretischen Inhalten, Vormachen, Probehandeln und umfangreichen Rückmeldungsrunden. Probehandeln und Rückmeldungen sind die zeitintensivsten Teile. Besonders das Probehandeln ist unerlässlich. Es gibt dem Trainee die Möglichkeit eine ganzheitliche Erfahrung (körperlich, kognitiv, emotional) hinsichtlich dessen zu machen, was sie/er erreichen will/soll.

proben

Probehandeln und Kernqualitäten nach Ofman

Probehandeln ist nicht jedermanns Sache. Der Widerstand ist vielfältig:

  • keine reale Situation,
  • mein Simulationspartner versteht die Rolle nicht,
  • ich kann auf Kommando nichts vormachen,
  • ich kann das nicht vor vielen Menschen tun,
  • keine natürliche Umgebung….

..........die Liste der Einwände ist lang und gut nachzuvollziehen. Vor allem wenn man weiß, dass es viel Raum für Verbesserungen bei sich selbst gibt und dass andere Kolleginnen und Kollegen zuschauen. Diese Hürden mit den Kunden zu meistern liegt bei dem Trainer und Facilitator solcher Workshops. In der Rolle des Facilitators ist es notwendig, eine vertrauensvolle Atmosphäre und Umgebung zu schaffen, in der Menschen schnell den Eindruck gewinnen, dass sie Dinge auf spielerische Weise ausprobieren können. Ausprobieren, ohne dass ihr Ansehen, ihr Selbstwertgefühl oder ihr Stolz gefährdet werden.

In der Rolle des Trainers ist es hilfreich, Menschen mit der Kernqualitäten-Perspektive von Daniel Ofman zu betrachten. Sein Fokus liegt auf dem, was bereits vorhanden ist und wie es in seiner Intensität angepasst oder verändert werden kann, um dem angestrebten Ziel besser gerecht zu werden. Und manchmal muss sich der Trainee trotz aller Ressourcen eine neue Fähigkeit aneignen oder eine andere Perspektive bei der Arbeit mit Menschen einnehmen.