Haltung

Haltung – Kultur – Erfahrung

Die Haltungen von Menschen bestimmen eine Unternehmenskultur.

Die Unternehmenskultur bestimmt Erfahrungen, die Menschen in der physischen und digitalen Interaktion mit den Leistungen des Unternehmens machen.

Die gesammelten Erfahrungen beeinflussen die Einstellung, die Menschen einer Organisation gegenüber entwickeln.

Somit ist jegliche Arbeit an Erfahrungen eine Arbeit an der Unternehmenskultur und folglich an den Haltungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – vom Chef bis zur Reinigungskraft. Denn auch putzen kann man mit unterschiedlichen Haltungen ….

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Haltung

Jeder Mensch hat eine Haltung. Sie kann für den Menschen förderlich sein und zerstörerisch. Sie kann für die Umgebung des Individuums bewundernswert oder aber abstoßend sein. Das moralische Urteil über eine Haltung sei jedem freigestellt - einen Menschen ohne Haltung gibt es jedoch nicht.

Die Entwicklung einer Haltung beginnt damit, dass der Mensch sich mit seinen Bedürfnissen, Wünschen, Vorstellung, Idee, Idealen und Trieben in den Mittelpunkt stellt. Alles geht vom einzelnen Individuum aus und mündet auch wieder dort. Bei einer fortgeschrittenen und über die reine Selbstbezogenheit hinausgehenden Haltungsentwicklung sieht sich das Individuum als Bestandteil einer Gemeinschaft, die bis hin zum Menschengeschlecht ausgedehnt werden kann und noch weiter gefasst, die Existenz und die Grundlagen jeglicher Existenz umfasst.

Der Mensch ist ausgestattet mit kognitiven, emotionalen, sensitiven und willentlichen Fähigkeiten. Mit ihnen begegnet er der Welt und mit ihnen reibt er sich an seiner Wirklichkeit und erstreitet sich in seinem Leben und für sein Leben Halt und Orientierung. Diese wendet er auf das interindividuelle und gemeinschaftliche Zusammenleben an. Er ringt um das ihm gut Erscheinende. Er macht Erfahrungen. Er lernt. Er begreift, dass eine innere Disposition, die Welt auf eine bestimmte Art und Weise zu sehen, einem sich ständig verändernden Prozess unterworfen ist. Er reflektiert Haltung und passt sie den Gegebenheiten an.

 

Möglicherweise entsteht Haltung anfänglich aus emotionalen und sensitiven Erlebnissen. Das Individuum fühlt, dass etwas nicht gut oder gerecht ist. Es fühlt sich nicht wohl in einer zwischenmenschlichen Situation. Es schmerzt es zu sehen, wie Menschen miteinander umgehen. Je intensiver die Erlebnisse und Erfahrungen sind, desto eher entwickelt sich eine Weltsicht. Und da der Mensch mit der Fähigkeit für Verstand und Vernunft ausgestattet ist, wird er Schritt für Schritt ein argumentatives Konstrukt entwickeln, um seine Weltsicht zu stützen. Eine argumentativ darstellbare Haltung ist ein starker Halt und lässt den Menschen verankert und möglicherweise weise erscheinen. Denn sein Handeln ist nicht mehr dem Zufall unterworfen, ist nicht mehr wankelmütig, kann nur schwer gelenkt oder gelockt werden. Der Mensch handelt nach seinen inneren Notwendigkeiten, um sein Ich zu stärken und sein ewiges Streben um das Gute zu nähren.

Mit Menschen arbeiten bedeutet an Haltungen arbeiten.